Bis heute haben 6.148 Unterstützer

das Manifest gegen den Linkstrend  unterzeichnet.


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 20.07.2010

O-Ton und Presseschau zum Volksentscheid in Hamburg

Siebeke: "Ich war sehr glücklich am Sonntagabend!"

Initiator F.W.Siebeke: Große Freude über das Ergebnis

"Wir-wollen-lernen!"-Gründer Scheuerl (Mitte) bei der Ergebnisverkündung mit Unterstützern

"Die Entscheidung der Hamburger Bürger war ein großer Befreiungsschlag!" Ganz klar hat sich hier innerhalb der Hamburger Bürgerschaft eine breite Basis der CDU-Anhänger auch gegen den linkslastigen und unter Koalitionszwang stehenden Senat unter von Beust und Goetsch durchgesetzt. Eine wichtige Säule des "Manifest gegen den Linkstrend" ist damit auf einem guten Weg! "Ich erhoffe mir eine Rückwirkung auf Nordrhein-Westfalen, die neue rot-grüne Landesregierung steht ja auf sehr schwankendem Boden.", so der Initiator der Aktion "Linkstrend stoppen" weiter. Schon 1978 hatte er im damals rot regierten NRW gegen eine Schulreform mit Nachdruck gekämpft. 

Eine Presseschau zum Thema:

Ein Beispiel für standhaften Bürgerwillen

Letzte Informationen von der siegreichen Bürgerinitiative 

"Der Sprecher der erfolgreichen Initiative 'Wir wollen lernen!', Walter Scheuerl, zeigte sich sehr zufrieden: 'Das macht uns schon ein bisschen stolz, dass wir heute ein so deutliches Ergebnis eingefahren haben', sagte Scheuerl am Sonntag. 'Wir haben nicht nur das Parlament besiegt, sondern wir haben auch gesiegt trotz einer geballten PR-Maschinerie, die die Parteien und die Gewerkschaften und der Senat auf Kosten des Steuerzahlers zuweilen gegen uns aufgefahren haben.'" (NDR)

Elterliche Fürsorge über Polemik

Die FAZ widerspricht den Stimmen von links, "Wir wollen lernen" wäre eine Gruppierung von Ausländerfeinden und elitedenkenden Egoisten: "Es geht den Eltern, die gegen die sechsjährige Primarschule sind, nicht darum, dass die Kinder einer Bildungselite nicht mit Migrantenkindern gemeinsam lernen sollen. Vielmehr geht es ihnen um die Erhaltung des Gymnasiums."

Schuldebatte als Glaubenskrieg

Der Spiegel in "Was von der Schulreform übrig bleibt": "Denn im wahren Leben mag es zwar Indizien dafür geben, dass die Chancen von schwachen Schülern tatsächlich steigen, wenn sie länger mit starken gemeinsam lernen. Aber einen klaren, unumstößlichen Beweis - den gibt es nicht. Das macht die Debatte um neue Schulformen zu einer Art Glaubenskrieg."

Wo steht die Grundschule Ihres Kindes?

Aus der Postleitzahl die Bildungschancen eines Kindes vorhersagen - darin versucht sich die SZ in einem Kommentar:

"Das Ziel der Hamburger Schulreform - mehr Chancen für sozial Schwächere - war zwar alle Ehren wert. Fraglich ist jedoch, ob es durch die Primarschule erreicht worden wäre. In Berlin gibt es die sechsjährige Grundschule bereits, und dort sind die Ergebnisse ziemlich ernüchternd."

Das Ende eines Experiments

"Ein wichtiger Teil der schwarz-grünen Schulreform ist damit gescheitert.", befindet Welt Online in "Schulreformgegner haben sich durchgesetzt"

Was die Lehrer sagen

Der Bundesvorsitzende des Realschullehrerverbandes Böhm in einer Pressemitteilung:

"Dies ist ein guter Tag für Eltern, Schülerinnen und Schüler in Hamburg und ein Signal an die Politik, der Versuchung scheinbar populärer Schnellschüsse zu widerstehen."

Wer oder was treibt die CDU?

Die Märkische Oderzeitung fragt sich in "Bildungspolitische Nachhilfe für entrückte Politiker", was die "CDU geritten hat, in Hamburg bei einem ihrer letzten Markenzeichen - Engagement für ein gegliedertes Schulwesen - auf links-grünen Kurs einzuschwenken" und stellt klar fest:

"Es gibt aber weiter gute Argumente gegen allzu lange Grundschulen, die den einen Schüler über- und den anderen unterfordern. Dass Beust - assistiert von Merkels Bundespartei - hier Politik gegen die eigene Basis gemacht hat und darüber nicht mehr diskutieren wollte, war ein schwerer Fehler. Das Volk hat sich gerächt."

In eine ähnliche Kerbe zielt auch die Berliner Morgenpost

"Das große gemeinsame Projekt sollte für dieses Bündnis die Schulreform mit der Einführung der sechsjährigen Grundschule sein. Ole von Beust hatte seinen Verhandlungspartnern von der GAL dieses hoch umstrittene Vorhaben zugestanden, und auch das mit Rückendeckung aus Berlin, ohne seine eigene Parteibasis vorher in dieses Wagnis einzubeziehen. Das war ein schwerer Fehler, und der rächt sich jetzt." (Link)

Was von der Reform nun kommt

In "Die Reform geht weiter" vermittelt Focus online, welche Teile der Schulreform vom Bürgerentscheid beeinflusst werden, was umgesetzt wird. Sehr übersichtlich!

Für Empirie-Freunde

Unter: dem Zeit Online - Link findet sich eine empirische Aufarbeitung der Volksabstimmung in Hamburg. Für das Verständnis und zukünftige Kampagnenauslegungen sehr wichtig!

Die Zahlen im Hintergrund

In der Junge Freiheit findet sich neben den vielfach gemachten Aussagen der Presse ein nicht zu verachtender Fakt:

"Die Kosten für die Schulreform waren bis einschließlich 2016 mit rund 427 Millionen Euro berechnet worden."

Diese werden jetzt sicher nicht vollständig eingespart, in vorangegangenen Artikeln dieser Presseschau wurden die Pläne zu "Container-Unterricht" benannt - auch ein Aspekt der Hamburger Schülern jetzt Dank des Bürgerwillens und Scheuerls Initiative erspart bleibt!

Blick aus Österreich

Selbst südlich des Alpennordkamms werden die Volksabstimmung und der Beust-Rückzug im Kurier thematisiert.

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